Ruben Beyer

Lebenslauf

rbeyer_dsc00042 Geboren an dem Tag, an dem ich nun seit einigen Jahren immer wieder daran denke.Die übrigen ersten Jahre bis zum neunten verliefen so,dass sie nicht erwähnenswert wären.Vom Neunten an lief ich bis zum Ende des siebzehnten auf klackernden Füßen.Der Stepptanz wurde nur selten durch Verletzungen und Auslandsaufenthalteunterbrochen. Es war an einem Tag, als ich mich abmeldete, an dem ich inzwischen etwa 8,7325893103 Jahre dies betrieb.Von da an widmete ich die Aufmerksamkeit meinem ganzen Körper und seinen Geräuschen.Mit Bodypercussion, Beatboxing und anderen undefinierten Musik-, bzw. Rhythmustechniken verbrachte ich die nächsten eineinhalb Jahre in einer mehr, oder weniger stillen Zufriedenheit.Mitte meines zweiten Jahrzehnts begannen meine Gedanken durch irgendwelche unbekannten Nervenstränge (mit geringem Transmitterstoffgehalt) zu meinen Händen zu gelangen und von dort auf das Papier bzw. über die Tastatur auf den Bildschirm.Ganz beiläufig wurde im Oktober 2007 die „Pavillon-Say-Art-Song(=verbal Saison/Session)“von David und mir gegründet und vollzogen.Neben dem zitieren von eigenen Hirngespinsten und Fremdentstandenem, wurden Lunge und Leber aktiv gefüttert und zerstört.Einige von mir absolvierte Praktika trugen dem Verstreichen der Zeit bei.Im Sommer diesen Jahres (2010) nach der 12. Klasse bin ich schulisch am ende.Ich erwarte einen weiterhin abenteuerlichen Verlauf meines Lebens….

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Rubens und Edgars Verständnis der Kunst

Das, was ich nun als Kunst ansehe, also als meine Kunst, ist es Körper, Geist (wenn man so will: Höheres), Seele und die Gedanken/das Wort zu vereinen und trotzdem auseinander halten zu
können. Jegliches, was mir unverständlich erscheint aufzuschreiben und verständlich zu machen, obwohl ich es selber nicht verstehe, gerade damit ich es verstehe.

Für den Fall, dass ich es trotzdem nicht verstehen sollte, wird das Produkt aufbewahrt, gespeichert um es dann nach verstrichener (Beispielsweise Wand grün grundieren) Zeit wiederholt lesen zu können und zu verstehen.

Für mich ist jeder, der meine „Gedichteg meint zu verstehen ein Künstler, sein Künstler.

Er ist es, der mich zum so genannten, selbsternannten Künstler gemacht hat.

Edgars Werke sind es wert nicht verstanden zu werden, denn ohne Wert kein Verstand.

Einst sagte Edgar: „Im Edgarischen bedeutet das, was wir lesen selten, bzw. nie das was wir verstehen sollen, somit ist das Lesen meiner Gedichte nur ein Zeitvertreib, der dem einen etwas nützt und dem anderen nicht, was wiederum nicht bedeuten muss, dass er es nicht verstanden hat und damit nichts anzufangen weiß, es ist dadurch eine Art, die ich nicht immer verstehe, diese bezieht sich auf die Aussage vom 63. Duodevicesimuar im Jahre Fünftausend und Nölf. Diese besagt, dass das Wort nur soviel bedeutet, wie es Buchstaben hat.g

Böse Zungen werden an diesem Datum behaupten, das Wort sei tot, doch das stimmt nur geringfügig. Denn wenn das Wort tot wäre, würde es

UMFALLEN !

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Aufschwung

Haut genäht aus Schweiß und Draht
Ich überleg, was ich heut brat
Die Pfanne schwingt
Die Pfanne hängt
Wie sie mich in die Enge drängt
Den Pfannekuchen um zu werfen
Und dabei noch die Brille schärfen
Das nenn ich multi-tasking-fähich
Doch dann ist alles wieder wech
Das heißt es sei ein Aufschwung
Dies wiederum hat nichts mit Sport zu tun.

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Definition

Who is the one to say, that´s fixed up?
Everybody is allowed to say that’s real,
Doesn’t matter if it´s in a pub,
Or at the time he´s making a deal.
I am, that’s defined,
I wouldn’t change my mind,
If anyone says I ain´t
And means, that I´m blind.
It was my definition, my own.
Why can this man just kick me down?
I say the people on the world are mixed
And now I´m sure that is fixed!

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Die Ausbeutung armer Länder

Kauft und kauft und lasst euch kaufen
Wer will denn da mit dem Mainstream laufen?
Nein, ihr seid besonders, ihr seid einmalig.
Wenn ich ehrlich bin, ich kenne euch gar nicht.
Egal, was die andern sagen, ich habe auch Verantwortung zu tragen.
Wenn ich verletze, wenn ich töte
Fehlt noch, dass ich dabei erröte.
Ich stelle mich hin als Prediger, als Priester.
Ich stelle mich vor, ich bin Minister.

7. November 09

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Die Arbeit eines Gedichts

Aus Kopf und Gliedern
Geschrieben.
Unterscheidet sich schwer von Liedern
Untertrieben.
Bilder in Worten dargestellt
Erkennbar.
Doch versteckte Bilder in den Bildern
Verkennbar.
Schrift die den Geist erhellt
Licht.
Finsternis in den Tag gebannt
Gedicht.
Gepresst vergessen weggetan
Nichts.

16.04.10

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Grundeinkommen

Die Kriterien der Wahl, einer bezahlten Beschäftigung,
sollte nicht innehaben, dass die Höhe der Bezahlung,
eine Rolle spiele.
Doch die Freude an der Arbeit, auch ohne Vergütung,
müsste erstrebenswerter sein. Das wäre Behütung,
meiner Ziele.
Der Lohn, den wir erhalten, sollte nun,
unabhängig sein, von dem, was wir tun.
„Preis-Leistungsverhältnis“ ist das Motto,
die Aufteilung der Jobs ist, wie beim Lotto:
„Mal hat der eine dreimal Glück.
Dann einmal ein neuer.
Einer will sein Geld zurück.
Mir ist das zu teuer.“
Man sollte also jedem geben,
was er benötigt zum überleben.
Am Ende sollte stehen: „Global-
Die Auflösung von jeglichem Kapital.“

05.02.10

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Kriegszug

Die Frage, ob man etwas bekommt oder nicht.
Die kann man sich doch selbst beantworten.
So lang man nur die Wahrheit spricht.
Bringt dieser Zug, wenn man will dir Torten.
Oder alles andere, was man haben will.
Willst du nichts, so bleibe still.

31.10.09

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Leistungsgesellschaft

Die Leistung drückt sich aus in der Note,
deshalb sinkt die Kreative Quote.
Braucht man mal einen Handwerker, einen kompetenten,
erscheinen nur unfähige Abiturienten.
Ein Talent, ein rechtes Arbeitstier bekommt keinen Job,
er bekommt Harz 4, der scheinbar Tolle schwebt im Lob.
Die Unfairness entsteht, weil die Schlauen, die den andern nichts gönnen,
Denen den Job wegnehmen, die es besser können.

12. November 09

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Mutter Natur

 

Natur, Natur
Wo bist du nur?
Versteckst du dich?
Verschreckst mich gar
Denn noch vor einem Jahr
War dort noch ein Wald, mit viel Geäst,
Welch eine Plage, dass du uns verlässt.
Bist du es nicht, die uns Leben schenkt.
Du bist´s doch wert, dass man an dich denkt.
Manchmal find ich dich noch auf dem ein, oder anderen Balkon,
Doch oft bist du ersetzt durch Stahlbeton.
Wo finde ich das Land, indem jemand dich erkennt?
Wo ist noch Strand, der nicht verbrennt?
Wer hat die Macht dich fort zu treiben?
Oder ist es deine Wille und du willst nicht bleiben?
Rette mich, oh, reinlicher Zweig,
Dass diese Welt endlich schweig
Und dich als Lebensstätte wieder erkennt
Und nicht nur auf Produktionskette brennt.
Oh liebe Natur, wo bist du nur,
Komm doch zurück, ich vermisse dich,
Nicht nur ein Stück
P.S. wir brauchen dich

 

16.04.10

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Stimmen aus der Gefriertruhe

Stehend in der Küche, nach Geräuschen schmachtend
Fliegen Gerüche durch die Gegend und bringen Appetit
Bald schon kochend und röstend in der Pfanne liegen
Wurst und Speck
Aus der Ecke in der Küche hört man lauthalsstarke Flüche
Nach den Ahnen und den Kindern
Das Geschmatze am Unterschenkel
Beruhigt sie auch nicht, denn die Enkel jammern rum und heulen
Das ist´s also, was ich höre, die Hammel rufen nach ihren Keulen.

06.05.10

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Tanzmusik

Wenn wir tanzen stören,
Die Schritte , die wir hören,
Den Laufe der Musik.
Die Musik sollte lieber spielen,
Den Rhythmus dieser vielen,
In der tanzenden Rubrik.
Die Idee für diesen Pakt,
zwischen Musiker und Bewegungskünstler-
Der Tänzer macht den Takt.
So wäre allen diesen,
Tänzern und Musiziesen-
Geholfen, denn die Musiker würden die Tänzer nicht verlieren.

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Walversprechen

Ein Wal in der Bucht von Eckernförde
Nutzt die heutige Behörde
Als Touristenattraktion
Doch wer glaubt ihnen schon
Dass dies ein echter Wal sei
Es könnte sein es sei ein Hai
Oder ein Hering der hier heimisch ist
Aber weiß das der Tourist
Doch das Versprechen lässt ihn sogar glauben
Dass Adler seien nur große Tauben
Und echte Igel schwimmen können
Das sei ihnen doch auch zu gönnen
Es wurde ihnen doch versprochen

02.04.10

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Der Blick fällt starrend auf die Kerze
Keine Zeit für bizarre Scherze
Was für ein Monat, dieses Wetter
Keine Lust mehr, und ich schmetter
Schräge Lieder in die Luft
Das Glück unterstützt allein der Duft
Dann, auf einmal einer, der ruft
Ich sagte doch: Keine Scherze!

01.04.10

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Freiheit offenbart sich dann,
wenn man es nicht recht fassen kann.
Sie erscheint aus dem Nichts
Und kann ebenso schnell wieder dorthin zurück.
Es ist ein hell und deutlich erkennbares Aufleuchten des Lichts,
jedoch meistens nur für den Moment des Augenblicks.
Wenn der Mensch es dann endlich fasst,
ist es keine Freiheit mehr,
es ist stets etwas Neues, etwas, das besser passt,
doch das Lösen aus diesem Plan, fällt ihm wieder schwer.
Eine Aufgabe ist es – erkenne den Zusammenhang –
Mache dein Ding, entwickele etwas, ohne Druck und ohne Zwang.
Benötige es morgen nicht, beobachte, wie es wiederkäme,
halte die Erwartung schlicht und verliere keine Träne.
Schau auf andere, doch bleib bei dir.
Sei Du selbst, doch sei auch Wir.

04.03.10

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Habe ich dir nicht gesagt,

Du sollst niemandem Schlechtes tun?

Hast mich schon so oft geplagt,

Kann zuweilen nicht mehr ruhn.

Dich als Dichter mitzuteilen
Hast du lange schon vollzogen,
Doch was steht da zwischen Zeilen
Nichts und wieder nichts – verlogen
Bist du bleibst es, wirst es immer sein
Tippst du, schreibst es auf die nackte Stirn mir voller Pein.
Worte brennst du in die Arme deiner Kinder,
Schreibst sie schreiend auf den kahlen Fels.
Ist bereits vergangen und nicht minder
Bist du es bald, du, Henker deiner selbst.
Bald stumm und ohne jeden Laut.
Kein Bild mehr, das sich aus deinen baut.
Keine Möglichkeit für einen Reim.
Denn das Wort wird Tod sein.

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Ich erspähe Blicke aus dem Nichts.
Ich erblicke die Veränderung des Gesichts.
Du erblickst meinen Blick, ich schicke dir einen Blick zurück,
Vorwurf, Rache, Hass oder Liebe,
Was erkennst du an meiner Miene?
Dadurch, dass ich versuche in deinem Blick mein Befinden
Zurückzudeuten, jedoch durch diese Handlung eine Veränderung
Meines Ausdrucks bewirke, werde ich nie herausfinden,
wie mein zuvor bestehender Ausdruck war,er besteht weder in deiner, noch in meiner Erinnerung.
Es ist eben doch nur ein Augenblick.

08.01.10

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In den Wäldern leben,
Räuberbanden neben
Tieren und Natur.
Grad in einer solchen,
taucht auf eine Strolchin,
mit stachliger Frisur.
Sie sagte zu den Dieben,
was sie den Tag denn trieben,
und ob sie helfen solle.
Der eine sagt zurück,
sie spielten grad ein Stück,
sie hätt die Opferrolle.

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Wenn durch Realismus eine moralische Konsequenz missachtet wird,
dann sollte man seinen Standpunkt zu sich selbst überdenken.
Wenn die Realität zur Wahrheit wird, dann Reise ich aus……

25. Oktober 09