Kloarte

Kloarte,

2014-01_scriptogram_spucke_digital_0030fand am 15.3.14 in dem Atelierhaus 60 in Carlshöhe im Klo statt. Konzipiert von dem Aussteller fognin für genau diesen einen Tag, an dem die Ateliers sich für das Publikum öffneten. Zu sehen waren ca. 250 Skizzen, Entwürfe und Bildchen auf denen Sciptogramme sind. Scriptogramme sind Schriftbilder die sich von dem Inhalt der Schrift zu der Mitteilung des Bildes bewegen. Oft sind die Betrachter frappiert: Schrift wird als Träger einer intellektuell erfassbaren Mitteilung verstanden. Scriptogramme gehören aber in die Kategorie „bildende Kunst“ und wollen nicht als Kalligraphie verstanden werden.

Die Besucher waren nicht sehr zahlreich. Viele hatten mit dem Ort zu kämpfen: Toiletten lösen Befindlichkeiten aus. Zu mehreren auf dem „stillen Ort“? Bilder betrachten wenn andere ihre „Notdurft“ machen? Es entstanden Fragen. Da keine qualitative Aussortierung der Bilder stattgefunden hat, und tatsächlich jeder Versuch (ob gelungen oder nicht), gezeigt wurde, behandelte die Ausstellung eigentlich eher die Idee als das Werk. Ein weiterer Bruch der Konventionen. Dazu kam, das alle Originale (die sich auf den kleinen Zettel befanden, die nicht sehr ansprechend an der Wand befestigt waren) für einen symbolischen Betrag zu erwerben waren, während die Drucke auf Leinwand einen angemessen stolzen Preis kosteten. Eine Umdrehung dessen, was der Kunstmarkt mit seinen Perversionen vorlebt.

Ein Verkauf fand tatsächlich nicht statt. Drei Bildchen an Freunde des Künstlers, sind weder ein wirtschaftlicher noch gar ein ideeller Erfolg.  Dafür haben einige interessante Gespräche stattgefunden und einige Besucher (meist Kollegen) haben das Konzept dieser „Anti-Ausstellung“ begriffen. Die meisten Klogänger waren mehr von der dekorativen Idee begeistert.

Kloarte, der Begriff wurde für diese eine Ausstellung und diesen einzigen Tag kreiert, war eine Überforderung für das Publikum. Mit ein Grund diese Idee nicht zu tradieren. Einen Tabu-Raum zu nutzen hatte für den Aussteller fognin etwas denkwürdiges und nie empfand er die Nähe von Stoffwechelausscheidungs – Räumlichkeiten und sakralen Orten so nah.

Die nächste Ausstellung von Scriptogrammen, so sie denn möglich sein kann, wird repräsentativer, ordentlicher und gewöhnlicher sein. Auch die Preise der Werke haben sich nach dem Abbau der Ausstellung deutlich erhöht. Zitat fognin: “ Ich verkaufe lieber teure Werke nicht, als preiswerte“ Vorerst sucht der Künstler dringend ein Atelier, um seine Idee, Original Bilder auch in grösseren Werken zu realisieren, ausarbeiten zu können.

 

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