Fredi Uhlig

or_120x120_regine_scheerbart-14charakter-ist-nur-eigensinn_1600 Fredi Uhlig

Gesellschaftkritischer Dichter, Poet und Ethiker.Schreiber ethisch-philosophischer Dichtung,
die nicht konform mit herkömmlichen Ansichten einhergeht.
Autor non konformer Literatur.
Verfasser der „Art-Kowalke“ Trilogie.
Begründer und Vorreiter der DemaskierungsLyrik. 

Über meine Arbeit

Im Umgang mit anderen Menschen hinterlassen wir immer unsere Spuren, die als Erinnerung im Innern der betreffenden Person haften bleiben, wie die Spuren im Sand, wenn wir am Strand in Wassernähe spazieren gehen. Und so, wie wir unsere Spuren bei anderen hinterlassen, haften die Spuren derer in uns, denen wir begegnen. Nun kann man sich, wenn man mag, einen Strand vorstellen, der über und über mit fremden Spuren übersät ist. Es handelt sich nicht um irgendeinen Strand. Es ist unser Strand. Es ist der Strand, den wir, bildlich gesehen, in uns tragen. Er ist für uns von enormer Wichtigkeit, dieser Strand. Aber das hat uns bis heute niemand erzählt. Es scheint kaum jemanden zu interessieren, wie bedeutsam es ist, was an diesem unserem inneren Strand passiert und wie sehr jede einzelne fremde Spur uns von uns selbst ablenkt, entfremdet und in die Irre führt.

Ich bin ein Spurenleser, der die Spuren, die wir einander in uns hinterlassen, von allen Seiten betrachtet, nachempfindet und den Auswirkungen nachspürt, die sie prägend auf uns ausüben. Mit dem mir zur Verfügung stehenden Instrument der Dichtkunst hebe ich sie auf, forme sie ungeschönt in Reime und halte sie denen vor Augen, die die Spuren im Innern ihrer Mitmenschen zurückließen… einschließlich meiner Person.

Gerne würde ich davon berichten, wie sich meine Sinne an der Schönheit dieser Spuren erfreuen, wie jede in ihrer Einzigartigkeit hin zur inneren und äußeren Freiheit strebt und die Ketten der vorherrschenden Denk- und Lebenssysteme sprengt. Ach, wie sehnte ich mich danach, Spuren zu entdecken, deren Leuchtkraft einzig unbefleckte Liebe und Wärme ausstrahlen… unantastbar, friedlich ruhend in sich selbst. Doch musste ich angesichts der brutalen Realität, die die Menschheit selbst hervorbringt, das Sehnen, als auch das Hoffen aufgeben. Nun hoffe ich nicht mehr im Außen das zu finden, wonach ich mich innerlich sehnte. Ich begann… es in mir selbst zu entdecken.
Alles beginnt in uns selbst… und endet auch dort. Warum also, überlassen wir Fremden unser Leben? Warum fragen wir immer wieder Fremde nach dem Wie? Warum fangen wir nicht damit an, unser Innerstes selbst zu erforschen? Die Anderen wissen nur das, was sie wiederum von anderen übernommen haben. Ungeprüft!

Die Autoritäten sind keine Autoritäten…
es sei denn, wir machen sie dazu.

Die Gurus sind keine Gurus…
es sei denn, wir machen sie dazu.

Ist Gott wirklich ein Gott? Oder machen wir ihn dazu?

Fredi M. Uhlig
 

Menschenliebe

Ja… ich habe einen Traum
weshalb ich kam, weshalb ich bin:
Mich zieht’s mit aller Macht
zur Menschenliebe hin.

Menschenliebe will ich,
danach steht mir der Sinn.
Zur Menschenliebe zieht’s mich,
nicht zu fragwürdiger Anerkennung hin…
die heimlich, still und leise,
auf sehr subtile Weise,
meist eine Gegenleistung fordert.

Was nutzt der Menschheit die Liebe zu Gott,
wenn ihr die Liebe zu den Menschen fehlt?
Wem soll Gottesliebe helfen,
wenn die Abwesenheit von Menschenliebe ihn quält?

Hey du!
lass‘ uns mal an etwas anderes denken,
als stetig nur das Hirn nach dem zu verrenken,
was die Menschen voneinander trennt,
weil jeder für sich allein,
nur dem Geld nachrennt.

Hey du!
lass‘ uns mal liebevoll an Liebe denken,
einander achten, ehren und mit dem beschenken…
was alle Menschen brauchen, hier auf Erden,
damit sie anstatt traurig,
endlich glücklich werden.

Menschenliebe braucht’s, unser Seelchen
und das nicht nur für einen allein.
Menschenliebe braucht’s
und ein weltumspannendes Daheim…
in dem der Mensch als Mensch sich erlebt
und nicht an der Rivalität zugrunde geht.

Denn…
was man liebt,
das will man nicht verlieren.
Können wir das zutiefst kapieren?
Was man wirklich liebt,
das wird gehegt und gepflegt,
gestreichelt und geschmeichelt,
damit es gedeihen und im vollem Glanz erblühen kann.

Was man wirklich liebt,
wird meine ganze Aufmerksamkeit auf sich lenken,
mich bereichern, erfreuen und täglich neu beschenken,
allein durch bloße Anwesenheit.

Was man wirklich liebt,
liegt einem am Herzen und verführt zum Liebesgesang,
beflügelt die Seele zum schöpferischen Schwingenklang…
wenn man entzückt jene Kostbarkeit betrachtet,
die man liebt, die man würdigt, die man achtet.

Also beginne ich damit,
mich täglich selbst als Kostbarkeit zu betrachten,
mich zu lieben, zu würdigen und zu achten.
Denn, wie kann einer etwas gernhaben oder lieben,
wenn stetig Neid und Missgunst in ihm siegen?
Lieb‘ ich dich nicht,
lieb‘ ich mich nicht…
das ist das Ende der Fahnenstange.

Der Rest besteht nur aus Angst und dem Zwange…
bloß nicht das zu verlieren,
woran ich mich ängstlich klammer,
weil das sonst nichts ist,
in der leeren Seelenkammer.

Habe ich jedoch zu mir selbst gefunden,
so bin ich nicht an all dem Plunder gebunden,
um den es einzig geht auf dieser Welt,
weshalb sie in sich zusammenfällt.

Was man wirklich liebt,
das will man nicht verlieren.
Können wir das zutiefst kapieren?
Können wir es uns nun genau ansehen,
wo wir innerlich tatsächlich stehen?

Hey du!
lass‘ uns mal über Menschenliebe reden,
darüber, ob sie nicht da sein muss für jeden…