Kirsten Barba

kirstenbarber_0078 1961 wurde ich in Eckernförde geboren.

Ich bin mit zwei Sprachen aufgewachsen – der deutschen und der dänischen –

und besuchte die dänische Schule, zuletzt das Privatgymnasium Duborg-Skolen in Flensburg.

Ich wurde Wirtschaftsassistentin für Fremdsprachen, Übersetzerin und gründete schließlich eine eigene Sprachschule in Eckernförde. Heute unterrichte ich Italienisch, Dänisch, Englisch und Deutsch als Fremdsprache.

Die Lust am Formulieren und Fabulieren, am Jonglieren mit Worten in all meinen Sprachen, hat mich aber mein ganzes Leben begleitet.

Im Jahr 2009 veröffentlichte ich mein erstes eigenes Buch Via Trieste (Erzählband)und werde seither zu Lesungen in Deutschland und Italien eingeladen.

Es folgten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien und Fachzeitschriften (Literatur im Fremdsprachenunterricht). In den Jahren 2010 und 2011 auch Lyrik in den Anthologien Ausgewählte Werke der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte.

Seit dem Jahr 2010 lebe ich in meiner Wahlheimat Sizilien. Inspiriert durch die Wünsche vieler Eltern, ihre Kinder an Fremdsprachen heranzuführen, rief ich mein Projekt Spielend Sprachen lernen ins Leben.

Im Rahmen dieses Projektes begann ich auf Sizilien, in den jeweiligen Sprachen Geschichten für Kinder zu schreiben und organisierte Vorlese-Nachmittage.

Es ist mein Anliegen, Kinder auf diese Weise zur Sprache und schließlich zum Buch hinzuführen.

In Zusammenarbeit mit meinem Lebenspartner, dem sizilianischen Fotografen Agostino Lo Coco, entstand 2011 das Projekt audiovisuelle Lesungen.

In literarischen Texten und Fotografien erzählen wir von einem verborgenen Sizilien, von seinen Gesichtern und Orten, welche die Mystik einer immer noch gegenwärtigen archaischen Kultur widerspiegeln.

Sprache bzw. Bilder ergänzen sich und bestätigen in ihrer symbiotischen Einheit das Geheimnis dieser mythischen Insel.

Zurzeit arbeite ich an einem Roman, der langsam aber stetig – im Kopf und auf dem Papier – im Wachsen ist.

kirstenbarber_gluechwargestern

Glück war gestern. (in Anthologie: Ausgewählte Werke der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. 2010)

Glück war gestern.
Erdbeerschaumküsse überm Tellerrand und abgebrochene Spargelspitzen noch
dabei
beugte er sich zu mir rüber zum vertrauten Lippenbekenntnis.
Zwischen Schulter und Halsbeuge blieb rotfleckig zurück
mein Herz
ward nimmer satt.

Fotos: Agostino Lo Coco.