Ursula Dietze

Ursula Dietze Skulpturen

Ursula Dietze Im Zwiegespräch

Erlernen der Lebenskunst seit 1944.
Im Berufsleben als Ärztin für Kinder-und Jugendpsychiatrie
für die Kinder und ihre Eltern Bilder vom Leben mit Worten gemalt und mit ihnen betrachtet, interpretiert und
weiter gestaltet.
Seit 2000 ist die Zeit reif für fassbare Kunst – Skulpturen aus Keramik und Fundmetall.
Meine bevorzugten Arbeitsstoffe sind Ton und Eisen (Fundmetall und ergänzend neuwertiges Eisen).
Die Themen suchen mich, geben Anstoß, wirken lange im Stillen und werden ungefragt plötzlich drängend!
Es entsteht ein inneres Bild.
Der nächste Schritt ist die Auseinandersetzung mit dem Ton und das Gestalten der Form.
Feuer und Hitze übernehmen dann die unabänderliche Festigung.
Parallel entsteht der metallische Anteil mit dem Fundstück aus Eisen durch Anpassen, Biegen, Trennen, Verschrauben, Verschweißen und schließlich das Zusammenfügen zum Kunstwerk.
Im besten Falle, greifen die Metallfundstücke die Sprache der keramischen Arbeit auf und vereinen sich zu meinem künstlerischen Ziel.
Meine Arbeiten sind Antworten auf Begegnungen mit fortschreitendem Verlust von Achtsamkeit. Begegnungen mit Demagogie und Massensuggestion. Begegnungen mit Missbrauch von Macht, dem Verdrängen von Schuld und Mitschuld, dem Aussteigen aus der Verantwortung und dem Verherrlichen von, Reichtum, Einfluss, und Jugendlichkeit.
Sie wollen jedoch keine negative Weltsicht herauf beschwören sondern sich kraftvoll bemerkbar machen!

2-die-konfirmation-anprobe Die Konfirmation „Wir sind die Eltern!“
2010, Vor dem Brennen, „Anprobe“, Die Metallteile können nicht mit gebrannt werden.

3-die-konfirmation-vor-dem-brand Die Konfirmation „Wir sind die Eltern!
Die Farb-Engobe ist aufgetragen, noch vor dem Brennen.

Die Konfirmation  Die Konfirmation „Wir sind die Eltern!“ Ab wann ist auch ein Kind wichtig?
Die Arbeit ist fertig.  Bildhauerton, Fundeisen, Klebemontage, 50 X 65 x 45 cm

So ein Tag „So ein Tag“, 2012.
Schwarz schamottierter Ton, weiße Engobe, Fundeisen, Klebemontage, 50 X 35 X 45 cm

6-letzte-reise „Letzte Reise“,  2010, Auch was wir schlachten, wäre gut, zu achten!,
Bildhauerton, Oxyde, reduzierend gebrannt, Fundeisen, Eisenblech, Schweiß – und Steckmontage, 53 X 57 X 37 cm

Corona Corona“, 2011, Schönheit wider Zerstörung und Gewalt!,
Bildhauerton, reduzierend gebrannt, Fundeisen, Schweiß – und Steckmontage, 60 X 50 X 35 cm

Anders Anders“ 2011, So kann man auch sein!
Grob schamottierter Ton, weiß und schwarz, rote Glasur, Fundeisen, Schweißmontage,  75 X 27 x 35 cm

Warten auf Zukunft Warten auf Zukunft“, 2012, Erwartung ohne Taten, Bewegung ohne Ziel. Warten auf was? Nicht vorbereitet auf den Lebensweg.  Frustriert durch überhöhte Ansprüche, desillusioniert durch schlechte Prognosen. Wer möchte da noch einmal jung sein?
Grob schamottierter Ton, Farbträger, Fundeisen, Schweiß – und Steckmontage,  105 X 80 X 80 cm

Die schöne Madonna Die schöne Madonna“, 2014, Ein fester Begriff aus dem 13. und 14. Jh. für besonders prächtig ausgestattete Madonnen, die weniger wegen ihrer Mutterschaft mit dem Gottessohn verehrt wurden, sondern eher zum Schutz angerufen wurden. (Schutzmantel Madonnen). Meine Schöne Madonna ist nicht prächtig gewandet,sie ist eine prächtige Mutter!
Ziegelton, weiße Engobe, Fundmetall, Schweiß – Klebe – und Steckmontage, 105 X 40 X 35 cm

Vergangenheit vergeht nicht Vergangenheit vergeht nicht“, 2009, Pirna, Feste Sonnenstein, 1940/41. 13720 Ermordungen von kranken oder behinderten Menschen in einem einzigen Jahr!,  So unverständlich wie die Schriftzeichen auf den Kunstwerken, so unverständlich und unfassbar die Gräueltaten!
Gitterkeramik, Rakubrand, Eisenplatten, Fundeisen, Schweiß – Steck – und Klebemontage 100 X 26 X 3 cm